Wenn Militärs träumen



Hier sieht man den am 6. Juli 1962 entstanden 106 m tiefen und 400 m breiten Krater des Storax-Sedan-Kernwaffentests.

Da man keine Atombomben werfen konnte (oder durfte), kam man beim US-Militär auf die Idee, Atombomben auch zivil zu nutzen, im Bauwesen (Kanalbau) und um Rohstoffvorkommen durch unterirdische Explosionen ergiebiger zu machen oder sie schneller zu erschließen. Durch die hohe radioaktive Verseuchung mussten die Pläne fallen gelassen werden.

Bei diesem Krater wurde der Sprengsatz in einem Schacht auf eine Tiefe von 211 m gebracht. Er hatte eine Sprengwirkung 104 kt (auf Hiroshima wurden “nur” 12,5 kt geworfen) und bewegte damit 12 Millionen t Gestein. Die radioaktive Wolke erreichte eine Höhe von ca. 4 km und belastete ca. 7 % der US-Bevölkerung mit radioaktivem Fallout.

Natürlich hat man das ganze Experiment auch gefilmt:

www.youtube.com

Weitere Infos bei Wikipedia unter

Sedan (Kernwaffentest) und Ziviler atomarer Sprengsatz

Den Wahnsinn des “Kalten Krieges” sieht man, wenn man auf ein größeres Gelände zurückzoomt: Hunderte von Kratern machen das Atombomben-Testgelände „Nevada Test Site“ zu einer Mondlandschaft.

Vielen Dank an resch für die Einsendung.

Benutzer, die sich diesen Artikel angeschaut haben interessieren sich auch für folgende Themen: Google Earth, Storax Sedan, Kernwaffentest, Atombombe, Hiroshima, Fallout, Nevada Test Site, Google Maps




1 Kommentar

  1. Jana
    geschrieben am 10. Juli 2010 um 19:02 Uhr | Permalink

    Die zivile Nutzung der Atomexplosion im Rahmen des Project Plowshare (Pflugschar, aus Buch Micha 3,4: “Schwerter zu Pflugscharen”) wurde erst 1973 eingestellt. Und das nicht maßgeblich aus Gründen des Umweltschutzes (radioaktiver Verseuchung) sondern vorrangig aus Kostengründen.

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