Sommerloch



Gibt es eigentlich das viel zitierte “Sommerloch” tatsächlich? Tatsächlich, es gibt es. In Rheinland-Pfalz, nordwestlich von Rüdesheim, liegt die Gemeinde Sommerloch, die, lt. Wikipedia, am 31. Dezember 2006 431 Einwohner hatte. Im übertragenen Sinne wird der Begriff seit vielen Jahren für die nachrichtenarme Zeit während der Sommerpause der politischen Institutionen benutzt, in der Nebensächlichkeiten zu Dauerbrennern in den Medien werden (können). So geschehen 2006, als Bruno, der Braunbär, heute ausgestellt im Münchner Museum Mensch und Natur als Räuber von Bienenwaben, wochenlang die Gemüter erregte. Zur Entstehung des Begriffs “Sommerloch” schreibt die Wochenzeitung DIE ZEIT in der Ausgabe 32/1997: “Die Dokumentationszentrale des Bundestages hat mit Hilfe ihrer “großspeicherorganisierten listenorientierten Ermittlungsmethode” die erste urkundliche Erwähnung des “Sommerlochs” auf den 13. September 1976 datiert. Zugeschrieben wird der Begriff dem damaligen Bundesbankpräsidenten Karl Klasen, der analysierte, daß der Aufschwung “im Sommerloch nachgelassen” habe. Drei Jahre später führte Kurt Biedenkopf das Wort in die politische Debatte ein, als er anmerkte, daß es seiner Partei, der CDU, nicht gelungen sei, “aus dem Sommerloch herauszukommen”.”

Vielen Dank an snapshot für die Einsendung.

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