Hitlers Architekt Albert Speer wollte nahe des Flughafens Tempelhof auf der Nord/Süd-Achse der „Welthauptstadt Germania“ einen 117 Meter hohen und 170 Meter breiten Triumphbogen errichten.
Der 14 m hohe Schwerbelastungskörper sollte erkunden, ob der märkische Sandboden dem Druck standhält. Er wurde von 1941-1944 errichtet. Mit 12.650 Tonnen belastet er den Untergrund mit 12,65 kg pro cm² auf einer Grundfläche von 100 m². Wie ein Pilz gestaltet, im Kopf 21 Meter und im Schaft 11 Meter Durchmesser. Im Inneren Messungen, aber Auswertung erst nach 1948: in zweieinhalb Jahren um 19,3 cm eingesunken und um 3,5 cm geneigt. Der Triumphbogen wäre also ohne zusätzliche Bodenverdichtungen in großer Tiefe nach spätestens 10 Jahren in sich zusammengefallen. Typisch für die Großmannssucht eines Adolf Hitler.
Vielen Dank an resch für die Einsendung.
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2 Kommentare
Ja Grossmannssucht ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Synonym für Größenwahn. Etymologisch kann man es auch etwas differenzierter betrachten: Wahn ist eine Geisteskrankheit für die der Patient nichts kann, während Sucht einer aktiven Einstiegshandlung des Patienten bedarf, sich dann aber auch zu einer Krankheit entwickelt. Und in einem Fall sind augenscheinlich nur Männer betroffen?!? Nun die Messtechnik beginnt nicht erst mit den elektronischen Möglichkeiten: die Römer waren zu Zeiten Christus schon in der Lage Bauten so zu vermessen, dass sie auf einer Länge von über 400 m nur eine Abweichung von 5 mm von der Waagerechten hatten. Schon die Ägypter konnten rechte Winkel mit einer Abweichung von weniger als 1 cm bei einer Kantenlänge von 200m schlagen. Also exakte Wissenschaft ist keine Erfindung der Neuzeit!
Zur Messtechnik: wenn heute eine Baugrube mittels GPS vermessen wird, ist die Genauigkeit +/- 1 cm, früher mit dem Maßband waren es +/- 0,2 cm. So genau brauchte man es eigentlich auch nicht und schneller ist man natürlich mit GPS und spart dabei noch Personal. Soviel zu elektronischen Messungen.